Archiv der Kategorie 'Art'

14
Dez
08

Psychedelic Experience

Ein kleiner Floh, herumfliegende Pollen, stilisierte Blumen, Minimal-Elektro – eigentlich Zutaten für ein schreckliches oder ein geniales Computerspiel. Pixeljunk hat das kleine Meisterstück geschafft. Dennoch werde ich das Gefühl nicht los, dass die Entwickler unter Einfluss von bewusstseinsverändernden Substanzen den Quellcode produziert haben.

Leider ist der Schwierigkeitsgrad sehr hoch und die Frustrationsgrenze ist schnell erreicht. Wahrscheinlich deshalb ist mein PS3-Controller schon wieder fast hinüber. Doch fällt es sehr schwer loszulassen, denn man kann jeden Garten bis zu fünf mal spielen und es freut einem ungemein, wenn Eden wächst und gedeiht. Für knappe 10 EUR im Online-Shop von Playstation bekommt man einen im wahrsten Sinne fantastischen Gegenwert.

08
Aug
08

Dem Mythos unter den Rock geschaut

Zweites Highlight meines Berlin-Ausflugs war die Ausstellung „BABYLON – Mythos und Wahrheit“ im Pergamonmuseum auf der Museumsinsel. Als geübte Gegen-den-Strom-Schwimmer bogen Tobias und ich natürlich nicht zuerst in die Sonderausstellung ab, sondern zuerst zu den griechischen Vasen und Büsten. Ein paar liebe Freunde meiner Denke, Epikur und Seneca, waren zu sehen, aber auch depressive Grabwächter und heroische Löwen.

Unter dem Stichwort Mythos BABYLON schwirren jedem Menschen sofort einige Bilder im Kopf herum. Für konservativ-christlich gebildete Menschen sicherlich noch intensiver. Babylon steht für Verfall, Entartung, Sünde und Zügellosigkeit – zumindest in der jüdisch-christlichen Mythologie. Deshalb war ich umso mehr begeistert, wie die Ausstellung Mythos inszeniert wurde. Von der Farbgebung der roten Wände mit schwarzen Teppich und der Komposition der Inhalte zog sich ein interessanter Faden durch die Ausstellung. Die Ausstellung beginnt mit einem Erklärungsversuch, wie die Stadt und das Volk Babylon die Geschichte so prägen konnte, fährt mit Nebukadnezar als den absoluten Tyrannen fort, schlägt die Brücke über die Sünde und natürlich die Hure Babylon, vergisst nicht den Hochmut vom Turmbau zu Babel und der daraus resultierenden Sprachverwirrung. Wer denkt, es handle sich hier um eine gewöhnliche Ausstellung, der wird überrascht sein – so wie ich es war. Das Museum formt eine gute Mischung aus Fakten und realen Dokumenten und moderner Kunst, die die verschiedenen Themen aufgreift.

Leider war nur noch wenig Zeit für die Ausstellung WAHRHEIT/TRUTH von Babylon. Das Pergamonmuseum gibt natürlich mit dem Aufbau des Ischtar-Tors einen imposanten Einblick in den damaligen Glanz der Stadt Babylon. Unzählige Keilschriften und kleine Götzen erwecken das damalige tägliche Leben zumindest in meiner Phantasie wieder. Im Kontrast zur Mythos-Ausstellung zeichnet sich hier ein doch menschliches und doch auch gewöhnliches Bild einer ganz normalen Stadt dieser Zeit ab (denke ich zumindest). Und die doch so verrufenen Babylonier waren meist einfache Kaufleute und Bauern, die für damalige Verhältnisse eine erstaunliche Hochkultur errichtet haben. Viele der babylonischen Bräuche wurden regelrechte Exportschlager, wie zum Beispiel die Benennung des Hauptgottes Marduk mit lediglich HERR, so wie die Juden und Christen dies unwesentlich später auch einführten.

Der Streifzug durch die alte Stadt hatte ein plötzliches Ende: wir schließen – begeben Sie sich bitte zum Ausgang.

25
Mär
08

Kunstkurs

//wwwagz.informatik.uni-kl.de/staff/weidmann/pages/bgb/Zuvorgekommen! Trotzdem komme ich nicht umhin, auch über das Kunst-Kolleg zu posten. Neulich, in beschaulicher Runde, war es mal wieder soweit, unser Kunstverständnis auf doch sehr amüsante Weise auf die allgemein anerkannte Richtung zu justieren. Und man kann es wohl kaum besser, als mit MacArt- seinerzeit eine Sendung auf 3sat.

21
Mär
08

Frohe Ostern!

Ich wünsche euch ein „gesegnetes“ Osterfest!

03
Mär
08

Hinter den Kulissen

Mark Rothko - Ohne Titel, 1949Heitere Farben, fantastische Texturen – wie Irrlichter locken Gelb, Mangetha, Rot und symmetrische Formen. Doch hinter den Kulissen schien Mark Rothko eine Last auf seinen Schultern getragen zu haben. Immer wieder fallen endlos schwarze traurige Abgründe in Mitten der Bilder auf. Was mag Mark Rothko wohl so traurig gemacht haben? Ich weiß es nicht.

Ich weiß nur eines: der Besuch in der Ausstellung hier in München war es auf jeden Fall Wert. So simpel die Formensprache wohl sein mag, so tief und einschneidend waren für mich die Gefühle, die Rothko mit seinen Bildern vermittelt hat. Aber davon sollte man sich am Besten selbst überzeugen. Nebenbei bemerkt, der beste Zeichner, wie eine Freundin von mir treffend bemerkte, war er nicht. Ach, und das Bild, das ich hier eingefügt habe, ist mein Lieblingsbild. Waum sage ich nicht!

21
Okt
07

Schee, Schnee!

Snowflake - Quelle:f WpclipartHeute ist der erste Tag beim hier zu Hause an dem es schneit und der Schnee und liegen bleibt. Das muss festgehalten werden, zumal der Oktober noch nicht zu Ende ist und ich auch nur auf ca. 600 m ü. NN wohne. Nicht schön – aber dafür mach ich mir einen gemütlichen Tag.

08
Sep
07

Nächster Halt: Bottrop Nord

Bild Restaurant - Quelle: www.bahnhofnord.deBottrop - wenn ihr mich vor ein paar Tagen noch nach Bottrop gefragt hättet, dann wäre meine Antwort ungefähr so ausgefallen. „Mmmh, irgendwo im Ruhrpott. Keine Ahnung – aber dummer Name für eine Stadt.“

Zumindest gibt es für alle Auto-Fans in Bottrop ja den netten Benz-Tuner Brabus, der ultimative Veredler, der selbst AMG blass aussehen lässt. Und gleich nebenan ist der alte  Bahnhof Nord von Bottrop. Der Zugverkehr ist dort, außer im Sommer, stillgelegt und das Bahnhofsgebäude wurde zu einem sehr chicen Restaurant umgebaut. Ganz besoderer Gag sind die Leuchter, die so ziemlich komplett mit Teelichtern und anderen Kerzen betrieben werden. Dadurch ist das Licht innen sehr warum und einladend. Das Küche kocht italienisch angelehnt, was sie nebenbei bemerkt sehr gut kann. Selbst das Personal ist sehr gut und freundlich, das Publikum leider älteren Semesters, aber ich war ja nicht da, um Bekannstschaften zu machen. Wer stilvoll essen möchte, ist hier gut aufgehoben.

Hommage to the SquaresJosef Albers ist nun das zweite Stichwort, das ab sofort in meinen Sinn schießt, wenn das Wort ‘Bottrop’ fällt. Mister Albers war mir natürlich (schmunzel) voher ein Begriff, denn moderne Kunst ist ja eine verkappte Leidschaft von mir. Das mit Mister hat einen Grund, denn Josef musste wie so viele Freidenker in die USA auswandern und wurde eingebürgert. Zurück zu seinem Schaffen: das Bottroper Kind wurde besonders bekannt durch seine Serie „Hommage to The Square“, wobei das Thema Programm ist – viele unterschiedlich gefärbte Quardrate übereinander. Eine, wie ich finde, sehr originelle Art zur ‘alten’ darstellenden Kunst „NEIN“ zu sagen. Notiert für meinen nächsten Besuch habe ich mir das ‘Quadrat‘ in Bottrop, um den Kumpel etwas näher kennen zu lernen.




Currently Reading




Die Simpsons und die Philosophie - Hrsg. Erwin, Conrad, Skoble


 

Dezember 2009
M D M D F S S
« Apr    
 123456
78910111213
14151617181920
21222324252627
28293031  

a