Urlaub – diese Worte klingen doch wie eine ganze Symphonie. Erstaunlicher Weise soll sich das Wort von „erlauben“ ableiten (Wiki). Also kann man sagen, das wir uns einen schönen Urlaub gegönnt haben – und zwar in die Toskana. Natürlich wird uns ein rationell denkender Mensch für verrückt halten, dass wir für keine ganzen vier Tage die knapp 800 km Fahrt auf uns genommen haben, doch war es die lange Fahrt allemal wert.
Unser Ziel galt einem kleinen Apartment mitten in den Olivenhainen und Weinhängen südlich von Livorno, am Fuße der Stadt Castagneto Carducci. Durch die abgelegene Lage mittem im Hang und dennoch der Nähe zum Meer und zu den Märkten war hier die optimale Mischung für einen Urlaub gefunden. Und so fühlte ich mich schon am ersten Vormittag völlig erholt, während ich unter Olivenbäumen in einer Hängematte ein gutes Buch gelesen hatte.
Zwei Dinge beeindruckten mich außerordentlich: zum einen die sehnsuchtsschweren Sonnenuntergänge über dem Meer, die vom Apartment aus zu sehen waren, und zum anderen natürlich das Meer. Man mag es kaum glauben, doch war das Wasser um den ersten Mai schon warm genug zum Schwimmen. Und man mag es auch nicht glauben, doch der Sandstrand war aus so ungewöhnlich seidigem Sand, dass ich meien Anspruch an Sandstrände von nun an nach oben geschraubt habe.
Guter Wein und gutes Essen durfte nicht fehlen. Umso besser, dass in der Stadt Castagneto Carducci ein Wochenmarkt war, auf dem man alle Delikatessen der Umgebung kaufen konnte. In unsere Taschen wanderte bald eine Eselsalami, ein Blauschimmelkäse besonderer Klasse und natürlich Speck. In den engen Gassen dieses malerischen Städtchen gaben sich außerdem viele Vinotheken die Klinke, so dass es uns nicht schwer gefallen war, eine Auswahl vorzüglicher Weine zu besorgen.
Wie man sieht, habe ich es mir gut gehen lassen. Und ich bin froh, dass ich für diese kurze Zeit diese lange Strecke auf mich genommen habe. Ich denke, ich werde mal wieder kommen …
Ja, ich weiß! In letzter Zeit bin ich einfach nicht zum bloggen gekommen. Das macht aber nichts. Ich werde das Stück für Stück nachholen.