Michael Moore’s neue Dokumentation ist in den deutschen Kinos zu sehen. Grund genug, sich zwei Kinokarten zu besorgen um seine neuesten Enthüllungen zu sehen. Gleich von Beginn an fällt dem geübten Moore-Zuseher und Leser auf, dass Michael Moore nicht mehr so aggressiv ist. Das mag entweder am Alter, sprich seiner Reife – die man übrigens auch seinem Gesicht anmerkt – oder auch am Thema gelegen haben.
Es ist auf jeden Fall sehr interessant und zugleich erschreckend, welche Zustände im Gesundheitsystem der Vereinigten Staaten herrschen. Auch wenn ich mich jedes Mal ärgere, wieviel Prozent meines Bruttolohns an die hiesige Krankenkasse fließt, beruhigt es doch andererseit, nicht die Probleme der Amerikaner zu haben. Lustig ist das leider nicht, denn im Film werden einige Fälle gezeigt, wo die Krankenkassen Behandlungen verneinten, die das Leben der Patienten gerettet hätten.
Trotzdem bleibt nach dem Film wenig Brauchbares für uns hier übrig, außer das Gefühl, dass es uns hier zum Glück besser geht – natürlich auch das Mitgefühl für Unterpriviligerte in den USA.

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