15
Okt
07

Kambrische Explosion – äääh – Radiation

Hallucigenia - Quelle: WikiEs gibt einen Mythos – ein Mythos, dass die Paläontologen bis heute keine der sogenannten Missing Links gefunden hätten. Es herrscht in der breiten Öffentlichkeit immer noch die Meinung, dass Lebensformen in der Vergangenheit sprunghaft aufgetreten sind und es keine „Zwischenstufen“ gäbe, die eine stetige Entwicklung von Lebewesen dokumentieren würde. Als Stein des Anstoßes wird immer wieder die „kambrische Explosion“ bemüht. So hieß es z. B. in der ‘Natural History’ vom Oktober 1959, Nr. 8, Seite 467:

„Darunter [unter dem Kambrium] liegen dicke Sedimentablagerungen, und es wäre zu erwarten, dass man darin die Vorstufen der kambrischen Formen finden würde; aber wir finden sie nicht: [...] man könnte vernünftigerweise sagen, das allgemeine Bild sein in Übereinstimmung mit der Anschauung, dass die Lebensformen zu Beginn des kambrischen Erdzeitalters separat erschaffen wroden seien.“

Dieser Artikel ist jetzt aber schon ein Weilchen her. Ist denn diese Ansicht noch tragbar? Gab es vor dem Kambrium also wirklich kein Leben auf der Erde?

Tatsächlich gibt es eine äußerst plausible Erklärung. Wikipedia formuliert es äußerst stichhaltig:

Im Lichte dieser Funde relativiert sich die so genannte Kambrische Explosion. Ein der Evolutionstheorie widersprechendes rätselhaftes plötzliches Auftreten von Bauplänen aus dem Nichts ist nur scheinbar. Deshalb wird die Kambrische Explosion heute meist auch Kambrische Radiation genannt. Die äußerst mangelhafte Überlieferung von Tieren ohne Skelett (oder nur mit einem Hydroskelett) macht das Auftauchen von hartteiltragenden Tieren umso auffälliger, weil diese sich im Gegensatz zu ihren Vorläufern ganz wesentlich besser erhalten haben.
— Wikipedia, the free encyclopedia, Kambrische Explosion

Wem das allein nicht ausreicht, der kann sich mit dem Artikel ‘The Precambrian to Cambrian Fossil Record and Transitional Forms‘ von Keith B. Miller schlauer machen (obwohl Mr. Miller ein Theist ist).

Was kann man aber über die Zeiten dannach sagen? Sind die Fossilbefunde für eine stetige Transformation stichhaltig? Folgendes wurde 1999 von der National Academy of Science veröffentlicht:

„So many intermediate forms have been discovered between fish and amphibians, between amphibians and reptiles, between reptiles and mammals, and along the primate lines of descent that it often is difficult to identify categorically when the transition occours from one to another particular species.“
— National Academy of Science, 1999

Das alles sollte natürlich mit einem Beispiel erläutert werden. Dafür werde ich meine Lieblingstiere bemühen – die Wale. Damit der Post aber nicht zu lange wird, mach ich das später.


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