11
Apr
09

Geduld ist eine Tugend, besonders in der Paläontologie. Schon im Jahr 2000  fand das Team um Philip Gingerich in Pakistan ein Fossil eines anscheinend kleinen Meeressäugers. Nach fleißigem Freilegen der Knochen wurde jedoch klar, dass sich der kleien Säuger zwischen den Rippen eines größeren Wales befindet. Nachdem auch der Schädel des Großen frei war, wurde klar, dass es sich hier um eine gebärende Mutter mit einem kleinen Baby handelt. Die beiden wurden auch eindeutig einer Spezies zugewiesen, dem Maiacetus inuus.

innusDas wäre an sich schon ein spektakulärer Fund, doch zeigte der Kopf des Kleinen nach vorne. Auf diese Weise kommen alle Landsäuger zur Welt, auch Menschen – doch bei Walen ist das nicht möglich, da die Neugeborenen wärend der Geburt noch ersticken würden. Deshalb gebären Wale mit dem Hintern zuerst.

Die einzig logische Schlussfolgerung nach Philip Gingerich ist, dass der Maiacetus seine Kinder an Land zur Welt gebracht hatte. Damit schließt sich eine große Kluft zwischen der stetigen Anpassung der Landsäuger hin zu den uns heute so faszinierenden Meeressäugern. Unten ist noch eine Abblildung des eigentlichen Fundstücks. Die Mutter ist in Rot hervorgehoben, der oder die kleine in Blau. Man erkennt ganz deutlich durch die Lage hinter den Rippen, dass es sich um einen Fötus handelt.

maiacetus_inuus

Artikel bei Sciencedaily.com

09
Apr
09

„Von Kätzchen“ … oder „Auf der Suche nach der richtigen Stimmung“

Gestern hätte ich Miss Kittin doch fast einen Heiratsantrag in der Registratur gemacht. Leider habe ich mich dann doch nicht getraut. Miss Kittin ist wieder auf Tour, und zwar mit ihrem alten Kollegen, dem Hacker, um deren neue Scheibe Two zu promoten. Grund genug spontan vorbeizuschauen.

Und so schön hätte es werden können. Waren meine Erwartugnen zu hoch? Bisher hatte ich die beiden noch nicht in natura gehört, sondern vom Medium. In München waren MK/TH nun zum zweiten mal auf der Bühne für ihre Tour. Das könnte den Durchhänger entschuldigen, doch unterm Strich hat die Mietze leider keine Stimmung in die Registratur gebracht. Oder war die Münchner Stilpolizei mal wieder zu angestrengt, um gelassen zu feiern? Keine Ahnung, aber die Frau ist toll, das Konzert war mittelprächtig. Schade! Außerdem kann man leider einen sehr starken „Bat Box“-Einfluss auf der Scheibe „Two“ hören. Das ist sehr gute Musik, aber nichts Neues.

miss-kittin-the-hacker

25
Mär
09

Heart of Sorrow

„I’m gonna jump the walls and run
I wonder if they’ll miss me?
I won’t miss them.
The cemetery is my home
I want to be a part of it,
Invisible even to the night.
Then I’ll read poetry to the stones
Maybe one day I could be one of them…
Wise and silent.
Waiting for someone to love me.
Waiting for someone to kiss me.
I’m (twentyseven) fifteen years old
And I feel it’s already too late to live.
Don’t you?“

M83 - Greaveyard Girl

06
Mär
09

Die 10 besten Elektro-Alben aller Zeiten

17
Feb
09

A Red Life

Bei National Geographic gibt es schöne Bilder in rot zu sehen – meiner Lieblingsfarbe:

National Geographic – Life in Color: Red

06
Jan
09

Systemkollaps

Im Jahr 1994 (oder doch im Jahr 2072) wurde damals auf unserem Intel DX4100 nach unendlichen Anpassungen der autoexec.bat, vor allem im Enhanced Memory, ein prägender Besuch auf der Raumsation Citadel gewagt. Mit unglaublichen 640×480 Pixeln Auflösung in der „System Shock Enhanced“ Version auf CD-ROM war ich damals echt gefangen – atmosphärisch und auch von der Story-Line.

Was bringt mich dazu, pathetisch in solchen Erinnerungen zu schwälgen? Zwischen Weihnachten und Neujahr durfte die BlueRay mit Dead Space in meiner Playstation tanzen. Dead Space hat mich sofort an System Shock erinnert. Warum?

Ein Underdog als Held kommt fast via Zufall auf eine abgelegene Raumstation, auf der natürlich alles schief gelaufen ist, was schief laufen kann. Wenn ich damals in System Shock schon erschrocken bin, wenn ein Mutant um die Ecke kam, so war die Erfahrung des Necromorphs in Dead Space um so besser. Natürlich fehlt das Puzzlen und Basteln in Dead Space schon ein bisschen, doch habe ich nicht mit System Shock 2 oder sonst einem Spiel wieder das Gefühl gehabt, zumindest ein bisschen auf einer Raumstation zu sein. Mehr noch, die USG Ishimura und alle anderen Schauplätze sind herrlich „schmutzig“ und wenig perfekt. Auch wirken alle Rohre, Scheiben und Luftkanäle so, als würden sie einen Zweck erfüllen – alles unheimlich packend. Hinzu kommt eine wunderbar ausbalancierte Beleuchtung, die an die alten Alien-Filme erinnert.

Völlig neu auch, dass die Gegner, die Necromorphs, nicht einfach zu erschießen sind, sondern taktisch „niedergestreckt“ werde müssen. Nicht ganz neu, aber doch originell wirkend, ist das nicht vorhandene Hud-Display. Informationen sind direkt in den Gegenständes des Spiels integriert.

Schade ist, dass das Game streng linear ist, und das Spiel komplett durchgeskriptet ist. Also direkte Überraschungen gibt es nach erneutem Laden nicht mehr. Auch schade, dass für die PS3 die Auflösung nur 720p und keine 1080p hergibt. Außerdem ist die Toolbox der atmosphärischen Sound nach ca. 45 Minuten erschöpft und ein Gewöhnungseffekt setzt ein und man schaudert nicht mehr, wenn man ein Metallrohr um die Ecke auf dem Boden fallen hört. Dennoch, wenn der Magen stark genug ist, ein absolut empfehlenswertes Spiel.

31
Dez
08

Die Zeit …

… drängt. :-)

Bei spielen von Grand Theft Auto IV fällt sofort auf, dass NCY sehr gut nachempfunden wurde. Nicht nur, dass das Police Department am „Times Square“ kopiert wurde. Es wurde auch auf echte Details geachtet.

Ja, auch die Zeugen Jehovas haben ihren Platz in Grand Theft Auto IV gefunden, wie diese Bilder zeigen – nur dass die Temperatur in die aktuelle „in-Game“-Zeit geändert wurde:

Cocktower - GTA 4

Ich find’ es superlustig :-)

30
Dez
08

Stöckchen gefangen …

… für den Jahresrückblick 2009 (mit kleinen Abänderungen) auf dem Calabi-Yau Manifold.

Beste CD 2008: Digitalism – Idealism (Kritik im Blog)
Bester Film 2008: Control (Kritik im Blog)
Schönste Begegnung 2008: SIE weiß schon, wen ich meine
Schlimmste Begegnung 2008: Gegenstand auf Zähne
Schönster Job 2008: Sales
Blödester Job 2008: Sales
Coolste Anschaffung 2008:Panasonic Viera
Überflüssigste Anschaffung 2008: Ein Headset für das Nokia E50
Beste Entscheidung 2008: Auf eine bestimmte Party zu gehen
Blödeste Entscheidung 2008: keine Zahnversicherung abzuschließen

21
Dez
08

Lebensziele

Wenn du ein glückliches Leben leben willst, verbinde es mit einem Ziel, nicht aber mit Menschen oder Dingen.
— Albert Einstein

19
Dez
08

Was für eine Geldverschwendung …

The Creation Museum – ich weiß nicht, ob ich lachen oder weinen sollte. 27.000.000 US-Dollar hat dieser Nonsense gekostet. Was noch viel schlimmer ist, wahrscheinlich ist der Break-Even für diese Unternehmung schon im ersten Jahr erreicht.

sporkinthedrawer.typepad.com

Es handelt sich hier um ein Museum, das versucht, die Schöpfungsgeschichte in sechs Tagen zu verteitigen. Es wurde ein Garten Eden nachempfunden, und in diesem Garten hüpfen fröhlich und friedlich Dinosaurier herum. „Geschöpfe“, die die größten Fleischfresser auf dem Festland gewesen waren. Der friedliche Garten Eden war also somit keine „Garten der Wonne“, sondern wohl eher eine Splatter-Show à la Insla Nublar.

Das alles bringt mich unheimlich zum lachen. Vor allem die Darstellung eines Triceratops, der einen Sattel auf dem Rücken trägt. Ganz klar, der Erdensohn (a’dam) unterwirft natürlich sofort jedes Tier und beutet es aus – wie liebevoll! Eigentlich eher lächerlich.

Ärgerlich und ganz und gar unverständlich für mich die Arroganz der Kreatonisten. Für die anatomische Genauigkeit und Ausarbeitung der Dino-Modelle wurden neueste wissenschaftliche Erkenntnisse herangezogen. Bei der Datierung, die weitaus besser zu verifizieren ist, werden Wissenschaftler plötzlich als Scharlatane verunglimpft. Manchmal frage ich mich, wie selektiv und voreingenommen manche Menschen sich ihr Weltbild zusammenschuster. Traurig!




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Die Simpsons und die Philosophie - Hrsg. Erwin, Conrad, Skoble


 

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