Stärken und Schwächen

Juni 4, 2008 at 8:53 Uhr vormittags (Natur, Paläontologie) (, , )

Heute morgen gab es mal wieder heiße Neuigkeiten in der ‘Evolution vs. Kreatonismus’-Diskussion. In der New York Times vom 04. Juni 2008 wurde unter dem Artikel “Opponents of Evolution Are Adopting New Strategies” der neueste Streich aus der dynamischen Kreatonisten-Lobby vermeldet.

Da die Kreatonisten in den letzten Monaten doch erhebliche Niederlagen erlitten haben, musste das Leben nach dem Itelligentem Design ins Leben gerufen werden. Und man mag es nicht glauben, doch in einem neuen Streit über ein Lehrmittel in Texas wurde eingefordert, die “Stärken und Schwächen” der Evolutionstherorie zu erläutern. Offensichtlich ja nicht unbedingt etwas schlechtes, Dinge mit einem argwöhnischem Auge zu betrachten. Dennoch auch paradox, denn gerade die Fraktion der verschlossenen Augen möchte zum Zweifel und Argwohn auffordern. Nebenbei bemerkt, sollte man nicht mit Steinen werfen, wenn man im Glashaus sitzt.

Nun gut, dann sollten also die Stärken und Schwächen der Evolution gelehrt werden. Doch die Schwächen oder Lücken in der Geschichte des Lebens sind allgemein bekannt und werden offen in jeden Biologie-Lehrbuch angesprochen. Ich kann mich nur immer wieder an Sätze erinnern, wie: “Hier sind sich die Forscher noch uneins …”. Also warum direkt diesen Punkt in einem Lehrbuch fordern?

Zunächst, weil eine Person beim Terminus “Stärken und Schwächen” sofort die Schwächen im Hinterkopf behält und so impliziert, die Evolution hätte eklatante Lücken. Nun hat die Sache leider schon einen meterlangen Bart und ich möchte nicht großartig ausholen, warum es in der Evolution keine großen Lücken gibt. Trotzdem würde ich in dem Gerichtsverfahren plädieren, dass man zunächst den Term umdreht und von “Schwächen und Stärken” spricht. Doch hoffentlich verlieren die Kläger den Fall und die Richter verhindern ein weiteres dunkles Kapitel der wissenschaftlichen Unterdrückung durch Religionen.

Beim Lesen des Artikel fällt auf, dass den Kreatonisten keine neuen Argumente eingefallen sind. Ob es die nicht reduzierbare Komplexität sei, ein angeblich lückenhafter Fossilbericht oder die Kambrische Explosion (hierzu habe ich mich schon mal ausgelassen: ‘Kambrische Explosion … ähhh … Radiation’). Deshalb freut es mich um so mehr, dass der im Artikel zitierte Kevin Fisher die Sache auf den Punkt bringt:

Mr. Fisher points to the flaws in Darwinian theory that are listed on an anti-evolution Web site, strengthsandweaknesses.org, which is run by Texans for Better Science Education.

“Many of them are decades old,” Mr. Fisher said of the flaws listed. “They’ve all been thoroughly refuted.”

— ‘Opponents of Evolution Adopting New Strategy’ - The New York Times, June 4th, 2008

Das die Argumente der Kreatonisten alt und brüchig sind, war übrigens einer der Gründe, warum ich die Schöpfungslehre für so falsch halte. Und es gibt wohl nichts, was einen mehr enttäuscht, als zu sehen, dass geistliche Führer ihre Mitglieder regelrecht an der Nase herumführen. Aber wenn ich mich nicht irre, dann ist selbst das Lügen laut den Zehn Geboten verboten.

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Rasta-Nick

Juni 3, 2008 at 5:52 Uhr nachmittags (Just Life, Music) (, )

So ein Mist … ich mag Reggae überhaupt nicht!


You Are Reggae Music


You’re laid back, friendly, and even a bit of a bum at times.

For you, life is too short to spend your time angry at the world.

But while you don’t take life too seriously, you’re deeper than people realize.

You’re very reflective, and a few key topics (like social justice and love) are very important to you.

What Kind of Music Are You?

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Erlernte Angst

Juni 3, 2008 at 5:48 Uhr nachmittags (Philosophie) (, , , )

“Fear was the first thing on earth to make gods”

— Lucretius

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Ausflug in die Erholung

Mai 25, 2008 at 10:43 Uhr vormittags (Travel) (, , , )

Weg _ ToskanaUrlaub - diese Worte klingen doch wie eine ganze Symphonie. Erstaunlicher Weise soll sich das Wort von “erlauben” ableiten (Wiki). Also kann man sagen, das wir uns einen schönen Urlaub gegönnt haben - und zwar in die Toskana. Natürlich wird uns ein rationell denkender Mensch für verrückt halten, dass wir für keine ganzen vier Tage die knapp 800 km Fahrt auf uns genommen haben, doch war es die lange Fahrt allemal wert.

Unser Ziel galt einem kleinen Apartment mitten in den Olivenhainen und Weinhängen südlich von Livorno, am Fuße der Stadt Castagneto Carducci. Durch die abgelegene Lage mittem im Hang und dennoch der Nähe zum Meer und zu den Märkten war hier die optimale Mischung für einen Urlaub gefunden. Und so fühlte ich mich schon am ersten Vormittag völlig erholt, während ich unter Olivenbäumen in einer Hängematte ein gutes Buch gelesen hatte.

Castagneto CarducciZwei Dinge beeindruckten mich außerordentlich: zum einen die sehnsuchtsschweren Sonnenuntergänge über dem Meer, die vom Apartment aus zu sehen waren, und zum anderen natürlich das Meer. Man mag es kaum glauben, doch war das Wasser um den ersten Mai schon warm genug zum Schwimmen. Und man mag es auch nicht glauben, doch der Sandstrand war aus so ungewöhnlich seidigem Sand, dass ich meien Anspruch an Sandstrände von nun an nach oben geschraubt habe.

Guter Wein und gutes Essen durfte nicht fehlen. Umso besser, dass in der Stadt Castagneto Carducci ein Wochenmarkt war, auf dem man alle Delikatessen der Umgebung kaufen konnte. In unsere Taschen wanderte bald eine Eselsalami, ein Blauschimmelkäse besonderer Klasse und natürlich Speck. In den engen Gassen dieses malerischen Städtchen gaben sich außerdem viele Vinotheken die Klinke, so dass es uns nicht schwer gefallen war, eine Auswahl vorzüglicher Weine zu besorgen.

Wie man sieht, habe ich es mir gut gehen lassen. Und ich bin froh, dass ich für diese kurze Zeit diese lange Strecke auf mich genommen habe. Ich denke, ich werde mal wieder kommen …

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Training an der Salzach

Mai 19, 2008 at 9:24 Uhr nachmittags (Travel) ()

SalzburgJa, ich weiß! In letzter Zeit bin ich einfach nicht zum bloggen gekommen. Das macht aber nichts. Ich werde das Stück für Stück nachholen.

Wie gesagt, ich hatte wenig Zeit. Ein Grund dafür war, dass ich sehr viel untwegs war. Einige der Stationen sind sicherlich erwähnenswert. Einer der wirklich tollen Dinge am Reisen ist das morgentliche Laufen durch die Stadt. Ich glaube, man kann eine Stadt kaum besser mit allen Facetten kennenlernen, als bei einem frühmorgentlichen Dauerlauf.

Die Tour ging dieses besagten Morgen durch Salzburg. Warum ich nur 130 Kilometer von Müchen weg übernachtet habe, ist eine andere Sache. Aber zurück zum Thema. Die erste Laufstrecke führte entlang der Salzach Richtung Altstadt. Damit die Beine-Po-Region aber ordentlich trainiert wird, durfte der Anstieg zur Burg nicht fehlen. Nach unzähligen Treppenstufen gelangte ich keuchend vor den Mauern der Burg, doch mit Verschlossenen Türen - ich fühlte mich irgendwie wie Josua vor Jericho, und ich hatte zu allem Überdruss noch mein Horn vergessen. Dennoch war der Ausblick von hier oben über das verschlafene Salzburg wunderbar. Und das frühe Aufstehen hatte sich mal wieder gelohnt.

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Das Problem mit den Schurken

April 29, 2008 at 9:09 Uhr vormittags (Philosophie) (, , , )

Is [God] willing to prevent evil, but not able? then is he impotent. Is he able, but not willing? then is he malevolent. Is he both able and willing? whence then is evil? Is he neither able nor willing? Then why call him God?
- Epikur

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Bangen und Hoffen

April 12, 2008 at 10:58 Uhr vormittags (Just Life) (, , , )

Mein lieber Desktop!

Ich hoffe, dir geht es jetzt wieder gut, nachdem ich dir eine Neuinstallation von Windows Vista gegönnt habe und dir eine erlesene Auswahl der feinsten Treiber geschenkt habe. Nach all den schönen Zeiten, die wir beide hinter uns haben, bitte ich dich, dir einen Ruck zu geben und zumindest eine Weile ohne Sorgen und Nöte zu überstehen. Pass gut auf dich auf!

Dein User

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Meeresluft

März 25, 2008 at 10:25 Uhr nachmittags (Gedanken)

In Sicherheit und doch Unbehagen
bersten unerschütterliche Felsen;
im freien Fall lerne ich fliegen,
atme ein, erblicke das Meer,
grenzenlose Freiheit
und Frieden.

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Kunstkurs

März 25, 2008 at 2:18 Uhr nachmittags (Art)

//wwwagz.informatik.uni-kl.de/staff/weidmann/pages/bgb/Zuvorgekommen! Trotzdem komme ich nicht umhin, auch über das Kunst-Kolleg zu posten. Neulich, in beschaulicher Runde, war es mal wieder soweit, unser Kunstverständnis auf doch sehr amüsante Weise auf die allgemein anerkannte Richtung zu justieren. Und man kann es wohl kaum besser, als mit MacArt- seinerzeit eine Sendung auf 3sat.

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Fremde Gedankenbrecher

März 25, 2008 at 1:50 Uhr nachmittags (Games)

Eigentlich Schade, dass es bis jetzt noch keinen Remix dieses satten Sounds gibt. Da werden nämlich Erinnerungen wach. Das erste mal habe ich den Jornalisten in in Cyan und Magenta gespielt - und es war einfach nur stark.

PLAY!

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